Anzeige - Trauer um Franz-Josef-Wiesemann

Trauer um Franz Josef Wiesemann

Trauer-Ansprache
von Wilfred-Udo Andree,

Firmengründer und Hauptgesellschafter der Fliegel Gruppe

Liebe Familie Wiesemann, verehrte Trauernde,

ich spreche im Namen der Gesellschafter der Fa. Fliegel, und möchte Worte des Dankes und auch des Trostes sagen:

Für unsere Gesellschaft bedeutet der Tod von Franz-Josef Wiesemann einen großen Verlust, denn wir schulden ihm außerordentlichen Dank.

Als er vor 14 Jahren die Geschäftsführung unseres Unternehmens übernahm, hatte er sich in kürzester Zeit in die für ihn fremde Materie eingearbeitet und das Unternehmen souverän geführt. In seiner 14-jährigen Schaffenszeit hat er den Umsatz mehr als verdreifacht und unsere Firma zu einem führenden Betrieb im Raum Berlin, Ostsee und neue Bundesländer gemacht. Inzwischen beschäftigen wir ca. 1000 Mitarbeiter (500 in Polen und 500 in Deutschland).

Das war nur aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften möglich, nämlich: Können, schnelles Erfassen des Wesentlichen, Fairness, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Firma, Mitarbeitern, Kunden und auch gegenüber den Lieferanten.

Sein Arbeitseinsatz war schon als beängstigend zu bezeichnen, krank war er auch nie. Von den Mitarbeitern wurde er sehr geschätzt. Ich habe mal einen Brief gelesen, in welchem ein Mitarbeiter ihm schrieb: „Sie sind der beste Chef, den ich je hatte!“ Ihm lag sehr viel an der Motivierung und Qualifizierung der Mitarbeiter und förderte deren eigenverantwortliches und selbständiges Handeln. Deshalb waren wir auch in der Lage, sofort zwei seit über 15 Jahren bewährte Mitarbeiter, nämlich Herrn Elkemann und Frau Werler, Prokura zu erteilen, damit der Betrieb reibungslos weiterlaufen kann.

Aber auch die Kunden können Herrn Wiesemann dankbar sein, und zwar für seine Fairness, seine Zuverlässigkeit und seine Einsatzbereitschaft. Probleme der Kunden waren auch immer seine Probleme. Er hat auch fast immer eine Lösung gefunden. Er suchte die Symbiose zwischen Firma, Mitarbeitern und Kunden. Alle sollten von seiner Tätigkeit mitprofitieren. Aber ihm war auch die Wichtigkeit der Lieferanten bewusst und er hatte zu Ihnen ein vertrauensvolles Verhältnis.

Die hervorstechendste persönliche Stärke des Verstorbenen war das von ihm aufgebaute Netzwerk. In stundenlangen Autofahrten mit ihm habe ich oft zwangsläufig mitbekommen, mit welchen Problemen er involviert wurde, oder sei es auch nur das Bedürfnis nach einem Gespräch. Dabei waren nicht nur Wäsche oder Waschleistungen ein Thema, sondern auch ganz persönliche Belange und sei es die Vermittlung eines guten Arztes. Bei Problemen jeder Art gab es immer eine Adresse: Franz-Josef Wiesemann.

Dieser Einsatz und diese charakterlichen Eigenschaften und seine Kompetenz führten dazu, dass er das Gesicht der Fa. Fliegel wurde. Fliegel und Wiesemann, das war eine Einheit.

Es stellt sich dann die niemals zu beantwortende Frage, wieso musste gerade er –und dann noch in einem solchen Alter- Abschied nehmen. Er war kerngesund, auf jeden Fall nie krank.

Die Ärzte, die um Aufklärung gebeten wurden, sagten nur: „einfach Pech gehabt“. Jetzt haben wir alle nur „einfach Pech“. Er ist nicht mehr da. Das ist aber nur physisch gesehen. In unseren Herzen und unserer Erinnerung wird er ständig bleiben. Ich glaube, dass fast jeder, der sich mit ihm verbunden fühlte, bei allen zukünftigen Problemen sich fragen wird, was hätte wohl Franz-Josef Wiesemann getan, wie wäre er an die Sache herangegangen und insofern lebt er auch heute noch mit uns weiter und so wollen wir ihn auch in Erinnerung behalten und ich hoffe, liebe Familie Wiesemann, dass das Ihnen auch Trost gibt.